
Warum Transparenz und Sachpolitik das Fundament für die kommende Stadtentwicklung bilden.
Die ersten 100 Tage im Rathaus waren für mich eine Phase des intensiven Ankommens und des direkten Handelns. Mein Ziel ist es, von Beginn an die Weichen so zu stellen, dass wir die anstehenden Aufgaben in Kaarst mit Klarheit und Bürgernähe angehen können.
Ein Rathaus der offenen Türen
Ein wichtiger Schritt war für mich der Umzug in das Büro mit Blick auf den Marktplatz. Es ist mir wichtig, für die Bürgerinnen und Bürger sichtbar und ansprechbar zu sein. Diese Transparenz möchte ich beibehalten – sei es im persönlichen Gespräch oder durch eine tiefgehende Auseinandersetzung mit den Verwaltungsvorlagen. Mir geht es darum, Verantwortung greifbar zu machen und Entscheidungen fundiert vorzubereiten.

Wirtschaft und Stadtentwicklung im Fokus
In den kommenden Monaten liegt ein Schwerpunkt darauf, die wirtschaftliche Dynamik in Kaarst weiter zu stärken. Ich sehe meine Rolle hier vor allem als Koordinator, der die verschiedenen Prozesse zusammenführt:
- Gewerbegebiet Kaarster Kreuz: Hier befinden sich aktuell drei Grundstücke in der Vermarktung, für vier weitere laufen Gespräche.
- Ehemaliges IKEA-Gelände: Bei zwei Flächen stehen wir kurz vor dem Abschluss der Verkäufe.
- Internationale Kontakte: Die Verbindungen, die etwa durch die Reise nach Japan aufgefrischt wurden, sollen langfristig dazu beitragen, Kaarst als Standort stabil zu halten. Zudem arbeiten wir gemeinsam mit der Politik daran, bestehende Regeln für Neuansiedlungen auf ihre Zeitgemäßheit zu prüfen, um Spielräume für die Zukunft zu schaffen.

Zusammenarbeit statt politischem Geplänkel
Ein zentrales Anliegen ist mir eine neue Kultur des Miteinanders im Rathaus. Ich setze auf einen engen, fraktionsübergreifenden Austausch zwischen Politik und Verwaltung. Wir müssen frühzeitig und offen miteinander sprechen, um sachorientierte Lösungen für unsere Stadt zu finden. Ob in der Innenstadtplanung oder beim Ausbau der Kita-Plätze im Rottfeld – die Sache muss im Vordergrund stehen.

Ehrlichkeit bei den Finanzen und klare Prioritäten
Wir müssen den Tatsachen ins Auge sehen: Das strukturelle Defizit im Haushalt ist mit 15 bis 18 Millionen Euro eine erhebliche Belastung. Mein Ansatz ist hier die Aufrichtigkeit: Bevor wir über Belastungen für die Bürgerschaft nachdenken, müssen wir intern Einsparpotenziale und Investitionsmöglichkeiten prüfen. Dabei steht für mich fest: Bildung ist unser wichtigstes Kapital. Investitionen in Schulen und Kitas haben für mich Vorrang, auch wenn wir an anderen Stellen den Gürtel enger schnallen müssen.

Ein gemeinsamer Weg
Die Aufgaben, die vor uns liegen, lassen sich nur im Team bewältigen – gemeinsam mit der Verwaltung, der Politik und Ihnen als Bürgerschaft. Mir ist es wichtig, bei aller Arbeit die Bodenhaftung zu behalten. Der Kurs für die nächsten Jahre ist gesetzt: Mit Fleiß und Gemeinsinn möchte ich Kaarst nachhaltig nach vorne bringen.
